Emissionsreduktion im Schweizer Agrar- und Ernährungssektor
In der Schweiz ist etwa ein Viertel der Treibhausgasemissionen (THG) mit den Ernährungssystemen verbunden. Die Reduzierung dieser Emissionen ist aufgrund von Restemissionen aus Produktionsprozessen, hohen Vermeidungskosten einiger THG-Minderungsstrategien und tief verwurzelten sozio-technischen Barrieren eine Herausforderung. WP1 untersucht das Minderungspotenzial entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette, von den landwirtschaftlichen Betrieben über Verarbeiter und Einzelhändler bis hin zu den Konsumenten. Wir bewerten die Kosten, Vorteile und Akzeptanz verschiedener Strategien und entwickeln konkrete Empfehlungen für politische Entscheidungsträger, Landwirte, die Industrie und Konsumenten. Unser Ziel ist es, Einblicke zu geben, wie Emissionen reduziert werden können, während gleichzeitig die Lebensmittelproduktion, die Einkommen der Landwirte und andere Umweltauswirkungen im Gleichgewicht gehalten werden. Ein Schwerpunkt liegt auf Verhaltensaspekten, die die Emissionsreduktion derzeit einschränken. Dazu betrachten wir das gesamte Agrar- und Ernährungssystem mit all seinen Akteuren und den Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Elementen der Ernährungssysteme, da eine isolierte Betrachtung von Elementen und Akteuren zu verzerrten politischen Implikationen führen würde.
Leitung:
ETHZ-AECP (Prof. Dr. Robert Finger)